Finanzierungsmöglichkeiten für ein barrierefreies Bad

Bei allen Anträgen auf finanzielle Förderung für ein barrierefreies Bad gilt, dass sie vor dem Beginn der Baumaßnahme gestellt werden müssen.

Förderung durch den Freistaat Bayern
Der Freistaat Bayern fördert die behindertengerechte Anpassung beim Neubau von Eigenwohnraum und die Anpassung von bestehendem Eigen- und Mietwohnraum
an die Belange von Menschen mit Behinderung im Bayerischen Wohnungsbauprogramm mit einem leistungsfreien Baudarlehen bis zu 10.000 Euro. Die Fördermittel
sind beim jeweiligen Landratsamt zu beantragen.

Finanzierung gemäß Steuerrecht
Wer schwerbehindert ist und eine Steuererklärung abgibt, hat die Möglichkeit, Ausgaben für die Installation eines barrierefreien Bades beim Finanzamt geltend zu machen. Das gilt auch, wenn jemand selbst nicht behindert ist, aber ein gehandicaptes Familienmitglied, das
keine Steuererklärung stellt, bei sich wohnen hat.

Finanzierung über Pflegeversicherung
Die Pflegeversicherung gewährt einen Zuschuss von maximal 2.557 Euro für die „Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes” (§40, Abs.4, SGB XI). Bei einem
Neubau können die Mehrkosten für eine barrierefreie Ausstattung beantragt werden. Voraussetzung ist, dass die betroffene Person in eine Pflegestufe eingestuft ist.
Der formlose Antrag, ein Kostenvoranschlag und ggf. die Einverständniserklärung des Vermieters, müssen vor Baubeginn bei der Pflegekasse eingereicht werden.

Finanzierung über das Sozialamt
Im Rahmen der so genannten „Eingliederungshilfe” (§ 53, SGB XII) kann auch das Sozialamt Kosten für die Einrichtung eines barrierefreien Bades übernehmen. Dies
ist aber abhängig vom Einkommen und Vermögen des Antragstellers und kommt nur in Frage, wenn andere Kostenträger, wie z. B. die Pflegeversicherung, nicht zuständig sind.

Zuschüsse vom Amt für Soziales und Gesundheit
Hier können schwerbehinderte Arbeitnehmer Zuschüsse für „die Anpassung von Wohnraum an die besonderen behinderungsbedingten Bedürfnisse” erhalten.

Finanzierung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Die KfW fördert den altersgerechten Umbau von Wohhnungen durch das Programm „Altersgerecht Umbauen“ als Kredit- und Zuschussvariante. Bei der Zuschussvariante sind private Eigentümer von 1- und 2-Familienhäusern, von Eigentumswohnungen und Wohneigentümergemeinschaften sowie Mieter antragsberechtigt. Ab einer Investitionssumme von 6.000 Euro wird ein Zuschuss von 5 % gewährt, maximal jedoch 2.500 Euro pro Wohneinheit. In der Kreditvariante sind alle Träger von entsprechenden Maßnahmen an selbstgenutzten und vermieteten Wohngebäuden antragsberechtigt. Der
maximale Kreditbetrag beträgt 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Dieser Beitrag wurde unter Badsanierung abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.